Lesen und Schreiben kann man lernen - es ist nie zu spät.

Betroffene glauben häufig, mit ihrem Problem allein zu sein. Aber das stimmt nicht: Es gibt viele Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben.

Fragen & Antworten
  • Karl Lehrer, 49 Jahre, konnte viele Jahre nicht richtig lesen und schreiben.
  • Alan, 21 Jahre, will unbedingt besser Lesen und Schreiben lernen.
  • Peter, 49 Jahre, besucht seit 3 Jahren einen Alphakurs.

Veranstaltungen

27.08.-12.09.2017 in Mainz:

Ausstellung "Mein Schlüssel zur Welt" und "Wie lebt es sich in einer Welt ohne Buchstaben?", VHS Mainz, Karmeliterplatz 1

08.09.2017 in Cochem:

Film zum Weltalphatag "Wie buchstabiert man Liebe?", Apollo-Kinocenter, Brückenstr. 6

14.09.2017 in Cochem:

Eröffnung des Lerncafés, Internationaler Bund, Endertstr. 84-88, 17:30 Uhr

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Leicht lesbare Lektüre

Zum Nachtisch: Leben!

Zum Nachtisch: Leben!

Niveau A2/B1, Spass am Lesen Verlag

Inhalt: Molly arbeitet als Krankenschwester. Und weil sie dick ist, wird sie Molly genannt. Eigentlich heißt sie aber ganz anders. Und auch ihre Arbeit hatte sie sich ganz anders vorgestellt. Ihre Wut und Enttäuschung bekämpft sie mit Essen. So wie früher schon als Kind. Doch eines Tages steigt sie aus und beginnt ein ganz neues Leben.

» weitere Lesetipps

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Resozialisierung durch Alphabetisierung und Übergangsmanagement für Straffällige (RAUS)

Logo des Projektes Resozialisierung durch Alphabetisierung und Übergangsmanagement für Straffällige (RAUS)Ab dem 01.08.2012 startet das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt RAUS. RAUS steht für Resozialisierung durch Alphabetisierung und Übergangsmanagement für Straffällige. Das arbeitsplatzorientierte Entwicklungsprojekt erweitert das Tätigkeitsspektrum des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V., fördert Mehrfach-Benachteiligte und läuft bis zum 30.06.2015.
Zur beruflichen Integration Straffälliger werden im Projekt RAUS in 7 Modulen:
1. ein bundesweit adaptierbares Konzept zur Ansprache und Motivierung von Strafgefangenen zur Teilnahme an arbeitsplatzbezogener Alphabetisierung,
2. passgenaue Förderkonzepte (Didaktik, Methodik, Materialien) sowie
3. übertragbare Netzwerk- und Schulungskonzepte zur Sensibilisierung der Straffälligen-Hilfe entwickelt und erprobt.
Alphabetisierung hinter GitternSowohl aus Sicht gelingender Integration von Randgruppen (Resozialisierung) als auch aus Sicht des Bedarfs an Arbeitskräften setzt das Projekt RAUS an drei Stellen an:
1. im Strafvollzug: durch das Auffinden, Ansprechen, Motivieren, Qualifizieren, Unterrichten, Beraten und Betreuen der Betroffenen während der Haft
2. in der Entlassungsvorbereitung: durch Beratung, Begleitung sowie arbeits- und lebensweltorientierte Grundbildungs-Förderung der Betroffenen mit Blick auf berufliche Perspektiven nach der Haft
3. im Übergangsmanagement: durch Auffinden und Übernahme von Betroffenen nach der Haftentlassung, Ansprache, Beratung zu Qualifizierungsmöglichkeiten, Motivierung, Weitervermittlung in adäquate arbeitsplatzorientierte Lese- und Schreibförderangebote, Sensibilisierung potenzieller Arbeitgeber für straffällig gewordene funktionale Analphabeten und Motivierung der Unternehmen, ihnen eine berufliche Chance zu geben.

An 5 Justizvollzugsanstalten (Modellstandorte) werden Konzepte zur arbeitsplatzbezogenen Alphabetisierung, zur Ansprache und Motivation Strafgefangener zur Teilnahme an Fördermaßnahmen entwickelt und erprobt. Die adaptierbaren Konzepte und Materialien werden nachhaltig implementiert und für andere Institutionen in einem Online-Materialpool kostenlos angeboten.

Modellstandorte:
  • JVA Münster
  • JVA Lübeck
  • JVA Wittlich
  • JSA Wittlich
  • Jugendstrafanstalt Berlin
  • Frankfurt III (Frauenvollzug)

In Rheinland-Pfalz liegen mit der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wittlich sowie der Jugendstrafanstalt (JSA) Wittlich zwei der Modellstandorte. Möglichst viele Strafgefangene der beiden Einrichtungen sollen über Förderangebote informiert werden, in Alphabetisierungs- und Grundbildungsmaßnahmen integriert und nach der Haftentlassung in weiterführende Angebote der Alphabetisierung, die zum Beispiel an der VHS Wittlich angeboten werden, übermittelt werden. Ziel ist es, die Gefangenen durch Maßnahmen der Lese- und Schreibförderung leichter in die Arbeitswelt zu integrieren.
Kooperationspartner des Projektes:
MABIS.Net "Marktorientierte Ausbildungs- und Beschäftigungsintegration für (ehemalige) Strafgefangene"
BAG-S - Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe
DBH-Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik
BAG - Bundesarbeitsgemeinschaft der Lehrerinnen und Lehrer im Justizvollzug e. V.
Chance e.V. Münster

Mehr Infos unter: www.raus-blick.de
Kontakt
Tim Tjettmers
Projektleiter
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Berliner Platz 8-10
48143 Münster
0251 49 09 96 42
t.tjettmers@alphabetisierung.de
www.­raus-blick.­de