Lesen und Schreiben kann man lernen - es ist nie zu spät.

Betroffene glauben häufig, mit ihrem Problem allein zu sein. Aber das stimmt nicht: Es gibt viele Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben.

Fragen & Antworten
  • Karl Lehrer, 49 Jahre, konnte viele Jahre nicht richtig lesen und schreiben.
  • Alan, 21 Jahre, will unbedingt besser Lesen und Schreiben lernen.
  • Peter, 49 Jahre, besucht seit 3 Jahren einen Alphakurs.

Veranstaltungen

05.12.2018 in Wittlich:

Netzwerktreffen des Arbeitskreises Grundbildung, MGH, Kurfürstenstr. 10

11.12.2018 in Koblenz-Lützel:

Mehr verstehen - besser leben. Herausforderungen des Alltags gut meistern. Ein Beratungsangebot von GrubiNetz, Bürgerzentrum, Brenderweg 17-21, 14:30-16:00 Uhr

» alle Termine anzeigen

Leicht lesbare Lektüre

Das Rosie Projekt

Das Rosie Projekt

Niveau A2/B1, Spass am Lesen Verlag

Inhalt: Der autistische Wissenschaftler Don ist auf der Suche nach der idealen Frau. Aber eine nach der anderen fällt bei ihm durch, so hoch sind seine Ansprüche. Inzwischen hat Don viel Spaß mit Rosie, einer Frau, die er durch einen Freund kennengelernt hat. Sie erfüllt kein Kriterium von seiner Liste. Sie sprengt sein Schema. Und sie lässt ihn anders über die Dinge nachdenken.

» weitere Lesetipps

« Zurück

Sensibilisierung von Arbeitnehmern für das Problem des funktionalen Analphabetismus in Unternehmen | SAPfA

Logo Stiftung Lesen
Ziel des Projekts SAPfA ist die Identifikation von Grundlagen zur Entwicklung von Maßnahmen, mit denen in Betrieben positive Bedingungen und motivierende Voraussetzungen dafür geschaffen werden können, dass Betroffene lesen und schreiben lernen wollen und dies auch umsetzen. Die Untersuchung zielt dabei zunächst auf die Sondierung des kollegialen Umfeldes, der Erfahrungen, Sichtweisen, Einstellungen und Erwartungen von Kollegen und Kolleginnen hinsichtlich des Themas funktionaler Analphabetismus.

Um herauszufinden, welches Klima in Betrieben herrscht und wie Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sowie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen über das Problem und Betroffene denken, wurden in einem zweistufigen Untersuchungsverfahren zunächst:

  • 36 qualitative Tiefeninterviews mit Mitarbeitenden der mittleren Hierarchieebene und Angestellten auf niedrigster Hierarchieebene sowie zwei Gruppendiskussionen mit Unternehmern und Unternehmerinnen und Unternehmensvertretungen mit Personalverantwortung geführt. Diesen folgte eine
  • quantitative persönlich-mündliche Befragung von 1618 Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen und 545 Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen aus zehn Branchen, in denen überdurchschnittlich häufig funktionale Analphabeten und Analphabetinnen beschäftigt sind (u. a. Gastronomie, Hotelgewerbe, Baugewerbe; Reinigungsgewerbe, Garten- und Landschaftspflege und Transport).
  • Um die Antworten der Befragten auf ihre konkreten Umfelder und Lebenswelten beziehen zu können, wurden die Sinus-Milieus® durch ein standardisiertes Befragungsinstrument, den Sinus-Milieuindikator, in die quantitative Befragung eingespeist.

Die Studien untersuchen die folgenden Aspekte:

  • Bekanntheit des Problems im Betrieb
  • Umgang mit dem Problem im Betrieb
  • Wahrnehmung von Folgen
  • Umgang mit betroffenen Kollegen und Kolleginnen
  • Wahrnehmung von Ursachen und Verantwortlichkeiten
  • Sichtweise zu Maßnahmen gegen Symptome und Ursachen
  • Sichtweisen zum Lesen- und Schreiben-Lernen
  • Sichtweisen zur Änderungsbereitschaft Betroffener

Möglichkeiten der Ergebnispräsentation und -verwertung werden derzeit diskutiert. Zentral ist dabei die Frage, was die Ergebnisse für zukünftige aber auch für bestehende Alphabetisierungsansätze in Deutschland bedeuten.

Kontakt
Dr. Simone C. Ehmig
Stiftung Lesen
Römerwall 40
55131Mainz
06131-28890 81
Simone.Ehmig@stiftunglesen.de
Projekthomepage