Lesen und Schreiben kann man lernen - es ist nie zu spät.

Betroffene glauben häufig, mit ihrem Problem allein zu sein. Aber das stimmt nicht: Es gibt viele Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben.

Fragen & Antworten
  • Karl Lehrer, 49 Jahre, konnte viele Jahre nicht richtig lesen und schreiben.
  • Alan, 21 Jahre, will unbedingt besser Lesen und Schreiben lernen.
  • Peter, 49 Jahre, besucht seit 3 Jahren einen Alphakurs.

Veranstaltungen

21.09.-24.09.21:

Öffentlichkeitsaktionen gemeinsam mit dem Alfa-Mobil an verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz

25.09.2021:

Info-Tisch beim Kinder- und Familienfest im Mehrgenerationenhaus, Bad Kreuznach

02.10.2021:

Infostand GrubiNetz beim Stadtteilfest im Pariser Viertel, Bad Kreuznach

Mehr Infos: Alle Veranstaltungen

Leicht lesbare Lektüre

Cover Buch

Mein Onkel Franz

Niveau A1, Ernst Klett Verlag

Inhalt: Ein Fleischermeister, der als Pferdehändler nicht nur zu Geld kommt, sondern dadurch sogar zum Millionär wird und trotzdem im Grunde seines Herzens Fleischermeister bleibt - das ist Onkel Franz. Sein Neffe Erich (Kästner) schildert seine Erinnerungen an eine Zeit, in der es so viele arme und so wenig reiche Leute gab.

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Sensibilisierung von Arbeitnehmern für das Problem des funktionalen Analphabetismus in Unternehmen | SAPfA

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Ziel des Projekts SAPfA ist die Identifikation von Grundlagen zur Entwicklung von Maßnahmen, mit denen in Betrieben positive Bedingungen und motivierende Voraussetzungen dafür geschaffen werden können, dass Betroffene lesen und schreiben lernen wollen und dies auch umsetzen. Die Untersuchung zielt dabei zunächst auf die Sondierung des kollegialen Umfeldes, der Erfahrungen, Sichtweisen, Einstellungen und Erwartungen von Kollegen und Kolleginnen hinsichtlich des Themas funktionaler Analphabetismus.

Um herauszufinden, welches Klima in Betrieben herrscht und wie Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sowie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen über das Problem und Betroffene denken, wurden in einem zweistufigen Untersuchungsverfahren zunächst:

  • 36 qualitative Tiefeninterviews mit Mitarbeitenden der mittleren Hierarchieebene und Angestellten auf niedrigster Hierarchieebene sowie zwei Gruppendiskussionen mit Unternehmern und Unternehmerinnen und Unternehmensvertretungen mit Personalverantwortung geführt. Diesen folgte eine
  • quantitative persönlich-mündliche Befragung von 1618 Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen und 545 Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen aus zehn Branchen, in denen überdurchschnittlich häufig funktionale Analphabeten und Analphabetinnen beschäftigt sind (u. a. Gastronomie, Hotelgewerbe, Baugewerbe; Reinigungsgewerbe, Garten- und Landschaftspflege und Transport).
  • Um die Antworten der Befragten auf ihre konkreten Umfelder und Lebenswelten beziehen zu können, wurden die Sinus-Milieus® durch ein standardisiertes Befragungsinstrument, den Sinus-Milieuindikator, in die quantitative Befragung eingespeist.

Die Studien untersuchen die folgenden Aspekte:

  • Bekanntheit des Problems im Betrieb
  • Umgang mit dem Problem im Betrieb
  • Wahrnehmung von Folgen
  • Umgang mit betroffenen Kollegen und Kolleginnen
  • Wahrnehmung von Ursachen und Verantwortlichkeiten
  • Sichtweise zu Maßnahmen gegen Symptome und Ursachen
  • Sichtweisen zum Lesen- und Schreiben-Lernen
  • Sichtweisen zur Änderungsbereitschaft Betroffener

Möglichkeiten der Ergebnispräsentation und -verwertung werden derzeit diskutiert. Zentral ist dabei die Frage, was die Ergebnisse für zukünftige aber auch für bestehende Alphabetisierungsansätze in Deutschland bedeuten.

Kontakt
Dr. Simone C. Ehmig
Stiftung Lesen
Römerwall 40
55131Mainz
06131-28890 81
Simone.Ehmig@stiftunglesen.de
Projekthomepage

Information: erstellt am 28.03.13, zuletzt geändert am 29.07.14