Lesen und Schreiben kann man lernen - es ist nie zu spät.

Betroffene glauben häufig, mit ihrem Problem allein zu sein. Aber das stimmt nicht: Es gibt viele Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben.

Fragen & Antworten
  • Karl Lehrer, 49 Jahre, konnte viele Jahre nicht richtig lesen und schreiben.
  • Alan, 21 Jahre, will unbedingt besser Lesen und Schreiben lernen.
  • Peter, 49 Jahre, besucht seit 3 Jahren einen Alphakurs.

Veranstaltungen

13.06.-16.06.2019 in Trier:

"Stadt LESEN" am Domfreihof mit Begleitprogramm, Infostand der Selbsthilfegruppe "Wortsalat", LeseTheater

23.08.2019 in Trier:

"Lernen im Flow-Motivationspsychologische Impulse für die pädagogische Arbeit", VHS Trier, Domfreihof 1b, 13:00-16:30 Uhr, Anmeldung bis 16.08. unter: knotenpunkte@trier.de

11.09.2019 in Trier:

Workshop "Einfache Sprache", VHS Trier, Domfreihof 1b, 10:00-14:00 Uhr, Anmeldung bis 30.08. unter: knotenpunkte@trier.de

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Leicht lesbare Lektüre

Ziemlich beste Freunde

Ziemlich beste Freunde

Niveau A2/B1, Spass am Lesen Verlag

Inhalt: Ziemlich beste Freunde ist die wahre Geschichte von Philippe Pozzo di Borgo. Philippe ist reich und erfolgreich. Eines Tages verändert ein Unfall sein Leben für immer. Nun ist er gelähmt, im Rollstuhl, hilflos. Philippe möchte am liebsten nicht mehr leben.

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Sensibilisierung von Arbeitnehmern für das Problem des funktionalen Analphabetismus in Unternehmen | SAPfA

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Ziel des Projekts SAPfA ist die Identifikation von Grundlagen zur Entwicklung von Maßnahmen, mit denen in Betrieben positive Bedingungen und motivierende Voraussetzungen dafür geschaffen werden können, dass Betroffene lesen und schreiben lernen wollen und dies auch umsetzen. Die Untersuchung zielt dabei zunächst auf die Sondierung des kollegialen Umfeldes, der Erfahrungen, Sichtweisen, Einstellungen und Erwartungen von Kollegen und Kolleginnen hinsichtlich des Themas funktionaler Analphabetismus.

Um herauszufinden, welches Klima in Betrieben herrscht und wie Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sowie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen über das Problem und Betroffene denken, wurden in einem zweistufigen Untersuchungsverfahren zunächst:

  • 36 qualitative Tiefeninterviews mit Mitarbeitenden der mittleren Hierarchieebene und Angestellten auf niedrigster Hierarchieebene sowie zwei Gruppendiskussionen mit Unternehmern und Unternehmerinnen und Unternehmensvertretungen mit Personalverantwortung geführt. Diesen folgte eine
  • quantitative persönlich-mündliche Befragung von 1618 Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen und 545 Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen aus zehn Branchen, in denen überdurchschnittlich häufig funktionale Analphabeten und Analphabetinnen beschäftigt sind (u. a. Gastronomie, Hotelgewerbe, Baugewerbe; Reinigungsgewerbe, Garten- und Landschaftspflege und Transport).
  • Um die Antworten der Befragten auf ihre konkreten Umfelder und Lebenswelten beziehen zu können, wurden die Sinus-Milieus® durch ein standardisiertes Befragungsinstrument, den Sinus-Milieuindikator, in die quantitative Befragung eingespeist.

Die Studien untersuchen die folgenden Aspekte:

  • Bekanntheit des Problems im Betrieb
  • Umgang mit dem Problem im Betrieb
  • Wahrnehmung von Folgen
  • Umgang mit betroffenen Kollegen und Kolleginnen
  • Wahrnehmung von Ursachen und Verantwortlichkeiten
  • Sichtweise zu Maßnahmen gegen Symptome und Ursachen
  • Sichtweisen zum Lesen- und Schreiben-Lernen
  • Sichtweisen zur Änderungsbereitschaft Betroffener

Möglichkeiten der Ergebnispräsentation und -verwertung werden derzeit diskutiert. Zentral ist dabei die Frage, was die Ergebnisse für zukünftige aber auch für bestehende Alphabetisierungsansätze in Deutschland bedeuten.

Kontakt
Dr. Simone C. Ehmig
Stiftung Lesen
Römerwall 40
55131Mainz
06131-28890 81
Simone.Ehmig@stiftunglesen.de
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